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Diagnose

Die Venendiagnostik kennt verschiedene Methoden, die Art und die Schwere von Venenerkrankungen zu erkennen. Ziel all dieser Maßnahmen ist die Erarbeitung einer auf den individuellen Fall abgestimmten Therapie.

1. Anamnese

Bei der so genannten “Anamnese” ermittelt der Arzt im Rahmen eines Gespräches die individuelle Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuelle Erkrankung. Im Falle von Venenproblemen wird er beispielsweise nach früheren Thrombosen und Venenentzündungen gefragt. Der Arzt eruiert außerdem die Neigung zu Wasseransammlungen in den Beinen. Bei Frauen wird zudem die Frage nach einer Schwangerschaft oder der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln (Anti-Baby-Pille) geklärt. Auch die Familiengeschichte ist relevant: Krankheitsbilder innerhalb der engeren Verwandtschaft geben Aufschluss über eine eventuelle familiäre Disposition zu Krampfadern und Venenleiden. Nach der Befragung schaut sich der Arzt die Beine in verschiedenen Körperstellungen genauer an. Das hat seinen Grund darin, dass Krampfadern sich im Stehen meist prall füllen und im Liegen wieder verschwinden. Auch die Haut, vor allem um die Fußknöchel herum, wird genauestens inspiziert. Bei Verdacht auf Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe) drückt der Arzt auf das geschwollene Bein. Erscheint eine Delle, die nur langsam wieder verschwindet, deutet dies auf ein Ödem hin.

2. Ultraschalluntersuchung

3. Licht-Reflexions-Rheographie

Ergänzend kann die Funktion des Venensystems mittels einer Photoplethysmographie (auch Licht-Reflexions-Rheographie, kurz LRR genannt) erfasst werden. Hierbei wird die Haut des Unterschenkels an einer bestimmten Stelle mit Infrarotlicht bestrahlt und gemessen, wie stark das Licht reflektiert wird. Da die Menge des reflektierten Lichtes abhängig von der Blutmenge in den darunter liegenden Venen ist, lässt sich anhand dieser Untersuchung eine Aussage über die Funktionsfähigkeit des Venensystems machen. Während der Untersuchung muss der Patient einige Male in einer bestimmten Weise seinen Fuß bewegen, wodurch sich die beobachteten Venen allmählich leeren. Danach wird gemessen, wie lange es dauert, bis die Venen sich wieder mit Blut füllen. Dauert es länger als 25 Sekunden, ist die Funktion in Ordnung. Wenn sich die Venen schneller füllen, deutet das auf eine Veneninsuffizienz hin, weil das Blut durch beschädigte Venenklappen entgegen der normalen Fließrichtung in die Venen zurückfließt.

Quelle und genehmigt durch die OFA Bamberg GmbH