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Apparative intermittierende Kompression

Diesbezüglich gibt es unterschiedliche Geräte, die sich maßgeblich in der Anzahl und Anordnung der Luftkammern in der Manschette sowie in der Dauer des Druckzyklus unterscheiden. Der vorher definierte intermittierende Behandlungsdruck wird durch abwechselndes Befüllen und Entleeren der Luftkammern in der Manschette erzeugt. Auf diese Weise wird die natürliche Bewegung der Muskelpumpe imitiert und die Arbeit der Venen und Lymphgefäße wird unterstützt. Ödeme werden entstaut, der venöse und lymphatische Rückfluss wird nachhaltig gefördert. Für die Behandlung venöser Erkrankungen eignen sich Systeme mit 1 bis 6 Luftkammern.

Die 12-Kammer-Systeme, deren Luftkammern einander überschneiden, werden für die Therapie lymphlastiger Ödeme eingesetzt. Die AIK eignet sich auch für die Thromboseprophylaxe. Diese Form der Behandlung findet gewöhnlicherweise zuhause statt. Es gibt allerdings auch Geräte, mit denen man die AIK ambulant oder stationär durchführen kann. Wird die AIK als Therapieform verordnet, so müssen zusätzlich medizinische Kompressionsstrümpfe verwendet werden, um den durch die AIK erzielten Behandlungserfolg zu halten und eine erneute Volumenzunahme zu verhindern.

Bei lymphlastigen Ödemen wird die AIK begleitend zur physikalischen Entstauungstherapie eingesetzt. Bei dieser Indikation kann auf die manuelle Lymphdrainage meist nicht verzichtet werden.

Quelle und genehmigt durch die OFA Bamberg GmbH